PIETI - ERSTER HEULER DER SAISON IM ROBBENZENTRUM FÖHR
29. Mai 2020
PIETI - ERSTER HEULER DER SAISON IM ROBBENZENTRUM FÖHR
Im Robbenzentrum Föhr wurde der erste Heuler in dieser Saison aufgenommen.Die Kleine mit großen Kulleraugen wurde auf den Namen Pieti getauft. Das unterkühlte Seehundbaby noch mit seinem Lanugofell, wurde geschwächt gefunden und dann direkt im Robbenzentrum Föhr stabilisiert, untersucht und medizinisch versorgt.Mittlerweile hat die Kleine schon etwas zugenommen und hat sich etwas erholt.Pieti wurde wohl zu früh geboren, das kann man an dem sogenannten Lanogufell feststellen. Denn normalerweise findet der erste Fellwechsel bei Seehunden bereits im Mutterleib stattfindet, da die Neugeborenen ja gleich mit der Mutter schwimmen gehen müssen.
Nach der Geburt meist auf Sandbänken bei Niedrigwasser, wird das Seehundbaby von der Mutter gestillt, beide prägen sich den charakteristischen Geruch voneinander ein und beim nächsten Hochwasser geht es gleich in die Nordsee.Der Kontakt zwischen Mutter und Kind ist in den ersten Wochen einer der engsten im Tierreich, aber ohne Mutter hat das Neugeborene in den ersten Wochen keine Überlebenschance.
Es muss regelmäßig bei Niedrigwasser gesäugt werden.Die Mutter bleibt in den ersten Wochen fast ständig in Körperkontakt mit ihrem Jungtier und verzichtet sogar die ersten 2 Wochen auf Nahrung, aus Angst das Kleine zu verlieren.Zur Geburt und Aufzucht nutzen die die Seehunde Sandbänke, die möglichst abseits liegen. Dennoch kommt es leider immer wieder vor, dass auch durch Störung des Menschen und zu geringen Abstand zu den Tieren Mutter und Kind getrennt werden.
Wird ein Seehundbaby allein am Strand gesichtet, wurde dieser sehr wahrscheinlich von seiner Mutter getrennt und ist ein Heuler.
Ein Heuler, also von der Mutter getrenntes Seehundbaby, ist somit nicht allein überlebensfähig und auf fremde Hilfe angewiesen.
Es muss unbedingt ein großer Abstand von den Tieren gewahrt werden und dann Hilfe benachrichtigt werden
Das gemeinnützige Robbenzentrum Föhr ist im Notfall 24 h erreichbar
unter 01773300077 oder 015775054219
Robbenzentrum Föhr
‼ 365 Tage und rund um die Uhr für Robben in Not erreichbar und einsatzbereit ‼
unter 01773300077 oder 015775054219
Robbenzentrum Föhr
‼ 365 Tage und rund um die Uhr für Robben in Not erreichbar und einsatzbereit ‼

Der gestrandete Wal „Timmy/Hope“ bewegt gerade viele Menschen – und im Hintergrund passiert sehr viel. Wenn ein Tier dieser Größe und Sensibilität in Not gerät, ist das kein „kurzer Einsatz“, sondern eine enorme Herausforderung: für Helfer, Tierärzte und Organisationen wie das Robbenzentrum Föhr, das bei der privaten Rettungsaktion von Hope beteiligt ist. Jede Entscheidung muss schnell getroffen werden – und gleichzeitig gut überlegt sein. Was man hier sieht, ist Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Kälte, Wasser, Zeitdruck – und die Hoffnung, einem einzelnen Tier noch eine Chance zu geben. Nicht jeder Einsatz endet so, wie man es sich wünscht. Aber genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig – und verdient Respekt.
Am Sonntagmorgen, den 22.03., erreichte uns ein Notruf: Eine aufmerksame Radfahrerin entdeckte nahe des Deiches einen Schweinswal in Not . Der Meeressäuger war gestrandet und steckte tief im Schlamm fest. Das Robbenzentrum wurde sofort alarmiert und ein Team machte sich ein Bild der Lage. Die Haut des Tieres drohte auszutrocknen , was zu schweren Verletzungen führen kann. Auch eine lebensgefährliche Überhitzung wäre ohne schnelle Hilfe möglich gewesen. Mit speziellem Equipment zur Feuchthaltung konnte der Wal aus dem Watt geborgen werden. Anschließend zählte jede Minute: Der Schweinswal wurde schnellstmöglich in tiefere Gewässer gebracht und wieder freigelassen . Er begann sofort zu schwimmen und zog sich zur Erholung ins Wyker Hafenbecken zurück. Dort wurde er weiterhin dauerhaft durch das Team beobachtet, bis er schließlich wieder ins offene Meer hinausschwamm. Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sensibel Schweinswale auf ihre Umwelt reagieren. Nur wenn ihr Ökosystem intakt ist, können sie sich zuverlässig orientieren. Umso schöner, dass dieses Tier gerettet wurde! Wir wünschen Quinn ein langes und erfülltes Leben!

🎙️ 4. Folge – Tiere & Kinder 🐾 Diesen Mittwoch von 18–19 Uhr läuft die vierte Folge unserer Radiosendung „Tierschutz Föhr für Alle“. Thema diesmal: Tiere und Kinder – wie Kinder schon früh lernen können, empathisch und respektvoll mit Tieren umzugehen. Dafür haben wir auch Kinder sowie ihre Mütter und Tanten zu Wort kommen lassen und sprechen darüber, welche Vorteile Kind-Tier-Beziehungen haben und wie sie Entwicklung, Empathie und Wohlbefinden beeinflussen können. 📻 Mittwoch | 18–19 Uhr










