Meldung "Seehundjunge zu Besuch auf Amrum"
21. Juli 2022
Zur Zeit geht ja die Meldung viral...."Seehundjunge zu Besuch auf Amrum"
Super, könnte man meinen und den Robbentourismus toll finden. Doch das da durchaus kleine "Heuler" dabei sind, die viel zu mager immer wieder versuchen sich an den kleinen Sandabschnitten auszuruhen, daß bemerken selbst einige tieraffine Menschen, die uns im Robbenzentrum immer wieder alarmieren, da sie einen aufgekrümmten Rücken und ein kleines abgemagertes Tier als nicht gesund einschätzen. Und das als Laien, die durchaus empathisch richtig einschätzen, daß diese Tiere nicht ok und fit sind.

!Zur Info: ein Seehundbaby wird mit ca 8 kg geboren und wächst innerhalb der 3-4 Wochen durch die fette Muttermilch auf 25-30 kg an.
Die Mutter lässt Ihr Neugeborenes 2 Wochen lang nie alleine. Sie verzichtet sogar 2 Wochen komplett aufs Fischejagen, da sie ihr Jungtier nicht verlieren möchte. Und der kleine Seehund benötigt genug Gewicht, um dann alleine klar zu kommen und die kommenden kälteren Jahreszeiten gut zu überstehen.
Je kleiner und magerer sie sind, um so weniger Überlebenschance. Auch wenn einige nun im Sommer noch gut klar kommen, wenn sie gerade schon Fische fangen können- mit 18-20 kg haben die Tiere nicht das nötige Gewicht für kommende Zeiten!
Auch wenn einige dieser Tiere dort scheinbar ganz gut zurecht kommen und auch kleine Fische fangen können, benötigt ein richtig abgestillter Seehund um die 25 - 30 kg.
Dieses Gewicht hat aber keines dieser Tiere. Auch wenn einige doch z.Z. gut zurecht kommen, da kleine Fische vor Ort sind.
Doch ein Seehund mit 8- 9 kg -so die dort eingesammelten geretteten Tiere- hat wohl keine Chance alleine zu überleben.
Und anstatt die Tiere wirklich mal ständig zu überwachen und Menschen aufzuklären und einen Grund für dieses Verhalten bzw. Vorkommen zu finden, wird eine kleine Sensation aus der teilweisen Not der Tiere gemacht.
Hier hatte das zuletzt von uns aufgefunden Jungtier knapp 8 kg statt die altersgemässen 15- 20 kg.
Die Mütter haben vor der Geburt nicht genug Reserven aufbauen können, da zu wenig Fischbestand, um ihren Nachwuchs lange genug zu säugen- Seehundmilch hat um die 45% Fett.
Ausserdem gibt es seit 22 Jahren erstmals wieder Sandvorspülungen vor Utersum Föhr, diese machen jede Menge Lärm-auch gerade unter Wasser und haben Einfluss auf Meeressäuger und Fische, die auch die Nahrungsgrundlage der Robben sind.
Nicht zuletzt das Heringssterben an unseren Küsten sollte zu denken geben.
Aber statt auch kritisch auf ein Phänomen zu schauen und daraus zu lernen, machen wir daraus eine Sensation und Touristenattracktion.
Die Tiere geniessen ist ok, aber Tieren in Not dabei nicht zu helfen und sich selbst zu überlassen- nach all unseren menschlichen Einflüssen ist nicht akzeptabel.
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Der gestrandete Wal „Timmy/Hope“ bewegt gerade viele Menschen – und im Hintergrund passiert sehr viel. Wenn ein Tier dieser Größe und Sensibilität in Not gerät, ist das kein „kurzer Einsatz“, sondern eine enorme Herausforderung: für Helfer, Tierärzte und Organisationen wie das Robbenzentrum Föhr, das bei der privaten Rettungsaktion von Hope beteiligt ist. Jede Entscheidung muss schnell getroffen werden – und gleichzeitig gut überlegt sein. Was man hier sieht, ist Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Kälte, Wasser, Zeitdruck – und die Hoffnung, einem einzelnen Tier noch eine Chance zu geben. Nicht jeder Einsatz endet so, wie man es sich wünscht. Aber genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig – und verdient Respekt.
Am Sonntagmorgen, den 22.03., erreichte uns ein Notruf: Eine aufmerksame Radfahrerin entdeckte nahe des Deiches einen Schweinswal in Not . Der Meeressäuger war gestrandet und steckte tief im Schlamm fest. Das Robbenzentrum wurde sofort alarmiert und ein Team machte sich ein Bild der Lage. Die Haut des Tieres drohte auszutrocknen , was zu schweren Verletzungen führen kann. Auch eine lebensgefährliche Überhitzung wäre ohne schnelle Hilfe möglich gewesen. Mit speziellem Equipment zur Feuchthaltung konnte der Wal aus dem Watt geborgen werden. Anschließend zählte jede Minute: Der Schweinswal wurde schnellstmöglich in tiefere Gewässer gebracht und wieder freigelassen . Er begann sofort zu schwimmen und zog sich zur Erholung ins Wyker Hafenbecken zurück. Dort wurde er weiterhin dauerhaft durch das Team beobachtet, bis er schließlich wieder ins offene Meer hinausschwamm. Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sensibel Schweinswale auf ihre Umwelt reagieren. Nur wenn ihr Ökosystem intakt ist, können sie sich zuverlässig orientieren. Umso schöner, dass dieses Tier gerettet wurde! Wir wünschen Quinn ein langes und erfülltes Leben!

🎙️ 4. Folge – Tiere & Kinder 🐾 Diesen Mittwoch von 18–19 Uhr läuft die vierte Folge unserer Radiosendung „Tierschutz Föhr für Alle“. Thema diesmal: Tiere und Kinder – wie Kinder schon früh lernen können, empathisch und respektvoll mit Tieren umzugehen. Dafür haben wir auch Kinder sowie ihre Mütter und Tanten zu Wort kommen lassen und sprechen darüber, welche Vorteile Kind-Tier-Beziehungen haben und wie sie Entwicklung, Empathie und Wohlbefinden beeinflussen können. 📻 Mittwoch | 18–19 Uhr










