Notruf für die Seehunde der Nordsee
11. November 2024
Immer wieder viel zu kleine Seehunde
Es hört einfach nicht auf: Immer wieder erreichen uns viel zu kleine, abgemagerte Seehunde, die mit Lungenwürmern infiziert sind. Diese Parasiten schwächen die Jungtiere so stark, dass sie nur eine Überlebenschance haben, wenn sie schnell entwurmt werden. Ohne unsere Hilfe sind sie dem sicheren Tod geweiht.
Die traurige Realität ist, dass diese Situation zum großen Teil vom Menschen verursacht wurde. Durch die zunehmende Verschmutzung der Nordsee und den damit verbundenen Schadstoffeintrag wird das Immunsystem der Tiere geschwächt. Darüber hinaus leiden die Seehunde unter dem Rückgang ihrer natürlichen Nahrung – es gibt schlichtweg nicht mehr genug Fische, um sie ausreichend zu versorgen. Diese Stressfaktoren machen sie anfälliger für Krankheiten und Parasitenbefall.
Wir bitten dringend um eure Unterstützung: Solltet ihr geschwächte oder hilflose Seehunde an den Stränden entdecken, zögert nicht, uns zu kontaktieren. Nur durch rechtzeitiges Eingreifen können wir diesen Tieren helfen und die Population der Seehunde an unseren Küsten schützen.
Euer Team vom Robbenzentrum

Der gestrandete Wal „Timmy/Hope“ bewegt gerade viele Menschen – und im Hintergrund passiert sehr viel. Wenn ein Tier dieser Größe und Sensibilität in Not gerät, ist das kein „kurzer Einsatz“, sondern eine enorme Herausforderung: für Helfer, Tierärzte und Organisationen wie das Robbenzentrum Föhr, das bei der privaten Rettungsaktion von Hope beteiligt ist. Jede Entscheidung muss schnell getroffen werden – und gleichzeitig gut überlegt sein. Was man hier sieht, ist Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Kälte, Wasser, Zeitdruck – und die Hoffnung, einem einzelnen Tier noch eine Chance zu geben. Nicht jeder Einsatz endet so, wie man es sich wünscht. Aber genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig – und verdient Respekt.
















