Mehr abgemagerte Seehunde und niedrigster Bestand seit 2010
27. Juli 2024
Mehr abgemagerte Seehunde und niedrigster Bestand seit 2010
Mehr abgemagerte Seehunde und niedrigster Bestand seit 2010
Eine bekannte Boulevardzeitung brachte jüngst einen Artikel „Seehunde fressen unsere Küsten leer“.
Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr abgemagerte Seehunde sind zu beobachten und auch das Robbenzentrum Föhr hat immer wieder abgemagerte Patienten zur Erstversorgung.
Das natürliche Lebensumfeld der Meeressäuger wird immer lebensfeindlicher für die Tiere, die sensibel auf anthropogene Umwelteinflüsse reagieren.
Dazu gehört sicherlich auch die Überfischung, die wohl eher ursächlich für „leergefressene Küsten“ ist
Bei der letzten Zählung der Seehunde von Forscherinnen und Forscher, welche diese mit Beobachtungsflügen 2023 durchführten, kam das erschreckende Ergebnis:
Tiefststand des Bestands seit 2010 und immer weniger Seehunde im Wattenmeer!
Die Boulevardzeitung die den Artikel geschrieben hat, dass die Seehunde unsere Küsten leerfressen hat am 01.11.2023 jedoch auch den Artikel mit der Überschrift veröffentlicht „Alarmierende Zahlen: Immer weniger Seehunde in der Nordsee!“
Dieser Artikel passt wohl eher zu den Fakten.
Zu befürchten ist, dass immer mehr Umwelteinflüsse und die Seehundpolitik in Schleswig-Holstein dazu führen wird, dass der Bestand wieder in einen kritischen Bereich abfällt und immer mehr kranke und abgemagerte Tiere zu finden sind.
An den deutschen Küsten standen Seehunde bereits kurz vor der Ausrottung durch Jagd . Seit 1974 ist die Jagd auf die Meeressäuger in Deutschland verboten. Dennoch konnte die Jagdlobby erreichen, dass die Seehunde weiterhin dem Jagdrecht unterliegen.
Dies führt immer wieder zu Konflikten, wenn das Robbenzentrum Föhr Tiere mit seinem versierten Team und seiner Tierärztin kranke, oder verletzte Tiere versorgt.
Hierfür gab es bereits mehrere Anzeigen wegen “WILDEREI“
Das Robbenzentrum Föhr wird dennoch weiterhin Tieren in Not Hilfe leisten
Wenn Sie ein verletztes Tier sehen, halten Sie großen Abstand und informieren Sie uns
‼️ Das Robbenzentrum ist bei Notfällen 24 Stunden erreichbar ‼️
unter
01773300077
oder
015775054219
www.robbenzentrum-foehr.de


Der gestrandete Wal „Timmy/Hope“ bewegt gerade viele Menschen – und im Hintergrund passiert sehr viel. Wenn ein Tier dieser Größe und Sensibilität in Not gerät, ist das kein „kurzer Einsatz“, sondern eine enorme Herausforderung: für Helfer, Tierärzte und Organisationen wie das Robbenzentrum Föhr, das bei der privaten Rettungsaktion von Hope beteiligt ist. Jede Entscheidung muss schnell getroffen werden – und gleichzeitig gut überlegt sein. Was man hier sieht, ist Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Kälte, Wasser, Zeitdruck – und die Hoffnung, einem einzelnen Tier noch eine Chance zu geben. Nicht jeder Einsatz endet so, wie man es sich wünscht. Aber genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig – und verdient Respekt.












