MEERESSÄUGER MIT LUNGENWÜRMERN: SCHNELLE ERSTVERSORGUNG ERFORDERLICH
8. Dezember 2019
Meeressäuger sind durch verschiedene Abkommen (ASCOBANS, OSPAR, HELCOM) in der Nord- und Ostsee geschützt, jedoch werden diese einem wachsenden Druck durch anthropogene Aktivitäten ausgesetzt, insbesondere durch die Verschmutzung der Meere. Bekannt ist auch, dass Robben sich wiederholt in Netzteilen oder Plastikringen verfangen oder auch Angelschnüre verschlucken.
Auch bedingt durch die von Menschen verursachte Verschmutzung der Meere, sind die Meeressäuger anfälliger und infizieren sich häufiger mit Lungenwürmern.
Aktuell werden auch auf den Inseln Föhr und Amrum wieder vermehrt Tiere angespült, die mit solchen Parasiten befallen sind. Diese kranken und sehr geschwächten Tiere ruhen sich nicht am Strand aus, sondern brauchen umgehend Hilfe.
Wird ein mit Lungenwürmern befallenes Tier gefunden und erhält diese auch zeitnah eine Behandlung, stehen die Chancen auf einen erfolgreichen Verlauf und eine spätere Auswilderung sehr gut.
Das Robbenzentrum Föhr konnte schon zahlreiche Tiere Erstversorgen und veterinärmedizinisch behandeln, so dass diese Tiere dann wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausgewildert wurden.
Bei in Not geratenen Robben sind wir jederzeit erreichbar
unter:
01773300077
oder
015775054219

Der gestrandete Wal „Timmy/Hope“ bewegt gerade viele Menschen – und im Hintergrund passiert sehr viel. Wenn ein Tier dieser Größe und Sensibilität in Not gerät, ist das kein „kurzer Einsatz“, sondern eine enorme Herausforderung: für Helfer, Tierärzte und Organisationen wie das Robbenzentrum Föhr, das bei der privaten Rettungsaktion von Hope beteiligt ist. Jede Entscheidung muss schnell getroffen werden – und gleichzeitig gut überlegt sein. Was man hier sieht, ist Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Kälte, Wasser, Zeitdruck – und die Hoffnung, einem einzelnen Tier noch eine Chance zu geben. Nicht jeder Einsatz endet so, wie man es sich wünscht. Aber genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig – und verdient Respekt.
Am Sonntagmorgen, den 22.03., erreichte uns ein Notruf: Eine aufmerksame Radfahrerin entdeckte nahe des Deiches einen Schweinswal in Not . Der Meeressäuger war gestrandet und steckte tief im Schlamm fest. Das Robbenzentrum wurde sofort alarmiert und ein Team machte sich ein Bild der Lage. Die Haut des Tieres drohte auszutrocknen , was zu schweren Verletzungen führen kann. Auch eine lebensgefährliche Überhitzung wäre ohne schnelle Hilfe möglich gewesen. Mit speziellem Equipment zur Feuchthaltung konnte der Wal aus dem Watt geborgen werden. Anschließend zählte jede Minute: Der Schweinswal wurde schnellstmöglich in tiefere Gewässer gebracht und wieder freigelassen . Er begann sofort zu schwimmen und zog sich zur Erholung ins Wyker Hafenbecken zurück. Dort wurde er weiterhin dauerhaft durch das Team beobachtet, bis er schließlich wieder ins offene Meer hinausschwamm. Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sensibel Schweinswale auf ihre Umwelt reagieren. Nur wenn ihr Ökosystem intakt ist, können sie sich zuverlässig orientieren. Umso schöner, dass dieses Tier gerettet wurde! Wir wünschen Quinn ein langes und erfülltes Leben!

🎙️ 4. Folge – Tiere & Kinder 🐾 Diesen Mittwoch von 18–19 Uhr läuft die vierte Folge unserer Radiosendung „Tierschutz Föhr für Alle“. Thema diesmal: Tiere und Kinder – wie Kinder schon früh lernen können, empathisch und respektvoll mit Tieren umzugehen. Dafür haben wir auch Kinder sowie ihre Mütter und Tanten zu Wort kommen lassen und sprechen darüber, welche Vorteile Kind-Tier-Beziehungen haben und wie sie Entwicklung, Empathie und Wohlbefinden beeinflussen können. 📻 Mittwoch | 18–19 Uhr










